Und trotzdem bleiben sie uns nah

Das Leben und der Märtyrertod der Priester Jan Bula und Václav Drbola aus Babice

Luděk Navara und Miroslav Kasáček
Übersetzung aus dem Tschechischen: Eugenie Trützschler von Falkenstein.

Das Buch wurde gefördert durch das tschechische Ministerium für Kultur.

Klappenbroschur DIN A5
253 Seiten, mit vielen Schwarz-Weiß-Fotos
ISBN 978-3-87336-637-4

16,80 

inkl. 7 % MwSt.

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Es ist der 30. April 1951. Die tschechische Staatssicherheitsbehörde holt den Priester Jan Bula in Třebíč bei Rokytnice ab. Auf ihn wartet Folter, manipulierte Gerichtsverfahren, Hinrichtung. Das gleiche Schicksal wird Václav Drbola erfahren, ein Priester aus dem nahe gelegenen Babice, wo bewaffnete Männer drei Mitarbeiter des örtlichen Nationalausschusses erschossen haben. Obwohl sich Drbola und Bula zum Zeitpunkt der Tragödie bereits im Gefängnis befinden, werden sie wegen des Angriffs angeklagt, wie viele andere auch: Letztlich werden über einhundert Menschen zum Tode verurteilt.

Neuester Forschungstand beweist, dass beide Priester von Anfang an im Konflikt mit der kommunistischen Macht standen. „Der Herrgott gab mir ein kurzes Leben. Aber ich glaube, es war nicht umsonst“, schreibt Jan Bula im letzten Brief vor der Hinrichtung am 19. Mai 1952. Am nächsten Morgen erhängt man ihn im Hof des Gefängnisses von Jihlava. Er ist erst einunddreißig Jahre alt.

Papst Leo XIV hat am 24. Oktober 2025 das Dekret über die Seligsprechung von Jan Bula und Václav Drbola unterzeichnet. Die Feier der Seligsprechung wird vermutlich Mitte 2026 in Brünn stattfinden. https://deutsch.radio.cz/papst-leo-xiv-unterzeichnet-seligsprechung-von-zwei-von-den-kommunisten-8866837

Luděk Navara (*1964) ist Mitarbeiter der Tageszeitung MF DNES und arbeitet als Drehbuchautor auch mit dem Tschechischen Fernsehen zusammen.

Miroslav Kasáček (*1937) ist Gründer der Bürgervereinigung Paměť (Gedächtnis), die mit Konferenzen, Ausstellungen und verschiedenen Publikationen Geschichten von kommunistischer Willkür erfasst und veröffentlicht. Von dieser Willkür waren auch Kasáček selbst und seine Familie betroffen.

Gewicht 0,45 kg

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